Mittwoch, 3. November 2010

Rezension: Saphierblau - Liebe geht durch alle Zeit (2)

Februar 2010
Saphierblau - Liebe geht durch alle Zeit (2)

Kerstin Gier
395 Seiten
2. Auflage 2010 Arena Verlag gebundene Ausgabe

Inhalt:
Gwendolyn und Gideon versuchen den Chronografen zu vervollständigen um die Welt zu retten, in dem sie auf ihren Zeitreisen in die Vergangenheit die fehlenden Genträger treffen um Ihnen einen Tropfen Blut abzuzwacken.
Da Gwendolyn nach wie vor nicht eingeweiht wurde, versucht sie auf eigene Faust und mit Hilfe ihrer Freundin Leslie herauszufinden wo sie da eigentlich hineingeraten ist.

Meine Meinung:
Auch der 2. Teil der Zeitreise Trilogie ist absolut lesenswert.
Liebt Gideon Gwendolyn oder nicht? Die beiden führen eine ziemlich komplizierte Beziehung, da keiner der beiden dem anderen wirklich vertraut. Gwendolyn ihm nicht, da er ständig mit Charlotte (ihrer Cousine, die eigentlich als Genträgerin ausgebildet wurde) flirtet und überhaupt unter ständigen Stimmungsschwankungen zu leiden scheint und er verdächtigt Gwendolyn als Verbündete ihrer Cousine Lucy, die vor ein paar Jahren mit seinem Cousin Paul den Chronografen entführt hat. Ein ziemliches Gefühlschaos, also.
Trotzdem fand ich, dass man bei Saphirblau wesentlich leichter in die Geschichte kommt als beim ersten Teil Rubinrot, da man ja schon mit den Wächtern und dem Grafen konfrontiert wurde J
Gwendolyn wird auch im zweiten Teil von keinem so richtig aufgeklärt, aber dank ihrer Freundin Leslie findet sie immer mehr heraus.
Und dann ist da Xemerius ein toter Dämonen, der sich in Gestalt eines Wasserspeiers in mein Herz gebrabbelt hat J.
Xemerius ist wirklich so nervig, anhänglich und so niedlich, dass ich auch gerne einen hätte.
Da er Tot ist und nur von Gwendolyn gesehen werden kann, kann er zwar ziemlich nervig sein, macht sich aber auch in Sachen Gideon schnell nützlich.

Leider ist das Ende, genau wie im ersten Teil komplett offen.
Und so hat man einen Grund mehr sich auf den Sommer zu freuen, denn da erscheint der letzte Teil Smaragdgrün.

Fazit:
Sehr schön geschrieben, kurzweilig und unterhaltsam leider viel zu schnell gelesen. Es macht Lust auf mehr und ist darum 5 Sterne wert.
Ich will Sommer !

– „Sehr gut“ …überragend, hat mir wahnsinnig gut gefallen

Rezension: Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeit (1)

Februar 2010
Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeit (1)

Kerstin Gier
345 Seiten
4. Auflage 2009 Arena Verlag gebundene Ausgabe

Story:
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn.
Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Meine Meinung:
Ach ja, wo soll ich anfangen?
Das Cover ist ein Blickfang, der sich in meinem Bücherregal, auf jeden Fall gut macht.
Am Anfang fand ich es etwas schwierig die ganzen Hintergründe zu erfassen.
Da liest man Zeilen mit der Unterschrift: „Aus den Chroniken der Wächter“, die nicht erklärt werden oder irgendwelche Reime die : „aus den Geheimschriften des Grafen von Saint Germain“ stammen.
Wie? Wer? Man steht als Leser also erst mal genauso dumm da wie Gwendolyn, die sich auf einmal in einem früheren Jahrhundert befindet, und das obwohl doch ihre Cousine Charlotte das Gen in sich tragen sollte.
Charlotte wurde perfekt vorbereitet auf das was ihr passieren sollte und dann stellt sich heraus, das Gwendolyn die Genträgerin ist.
Dies sorgt erst einmal bei allen Beteiligten und in der Familie zu einem riesigen Durcheinander. Die Cousine, die ihre Jugend verschwendet hat und die Mutter von Gwendolyn die ebenfalls etwas verheimlicht.
Und dann beginnt das Abenteuer, den Gwendolyn muss zusammen mit Gideon dafür sorgen, dass das ganz große Geheimnis gelüftet wird und dafür müssen die beiden in die Vergangenheit.
Sehr schön beschreibt die Autorin auch wie man Gwendolyn passend für die Zeitreisen zurechtmacht und wie sich die beiden völlig verschiedenen Typen Gideon und Gwendolyn allmählich doch noch annähern.

Fazit:
Eine schöne Geschichte, die zwar erst etwas komplex erscheint, aber dann doch flüssig zu lesen ist. Leider endet die Story „mittendrin“, das macht zwar neugierig auf den nächsten Teil (den ich mich direkt besorgt habe J), aber lässt einen als Leser auch irgendwie unzufrieden zurück.
Darum nur :

– „Gut“…hat mir gut gefallen

Rezension: House of Night - Betrayed (2)

Februar 2010
House of Night - Betrayed (2)


PC. Cast und Kristin Cast
310 Seiten
St. Martins Press New York 2007

Story:
Zoey ist im House of Night angekommen und da sie im ersten Teil gleich den Posten „Leader of the Dark Daughters“ bekommen hat, ist es nun ihre Aufgabe diese Gruppe zu leiten. Ihre Vorgängerin Aphrodite führt allerdings etwas im Schilde und dann werden 2 Jungs aus Zoeys früheren Schule ermordet. Haben die Vampyre etwas damit zu tun?

Meine Meinung:
Also eins weiß ich sicher, die nächsten Teile werde ich mir nicht antun. Dummerweise kann ich nämlich kein Buch abbrechen und darum musste ich mich regelrecht quälen um es so schnell wie möglich hinter mich zu bringen.
Während Marked ja noch einigermaßen spannend war, weil es etwas neues war, so war Betrayed nur noch ein Abklatsch vom ersten Teil. Alles wird wiederholt und es werden seitenlange Zeremonien abgehalten, die sich wie ein Kaugummi ziehen. Und von Zoey war ich einfach nur genervt. Erst liebt sie Erik, dann Heath und dann ihren Lehrer und dann doch wieder Heath und immer noch Erik ??
Ja, Teenies sind vielleicht oft in mehrere Jungs gleichzeitig verliebt, aber ich konnte mich nicht mehr in die Protagonistin hineinversetzen. Die Teenie-Sprache war auch im englischen Buch nicht angenehmer als im ersten Teil, den ich auf Deutsch gelesen habe.

Fazit:
Für Teenies vielleicht Ok, dass kann ich nicht beurteilen, aber für mich als 20+ dann doch nichts mehr. Einen kleinen Pluspunkt gibt es für das Cover, ansonsten kann ich nur sagen: „Danke, ich habe genug.“

– „Mangelhaft“... Schlecht. Das war kein Lesevergnügen.

Rezension: Hundeherz

Januar 2010
Hundeherz

Kerstin Ekman
128 Seiten
gebundene Ausgabe Piper Verlag erschienen auf deutsch 1986

Story:
Ein Welpe im Wald. Ganz allein, ohne Mutter, ohne Herrchen ist im tiefsten Winter auf sich allein gestellt. Er kämpft ums überleben, gegen Hunger, Kälte und die Einsamkeit.

Meine Meinung:
Schon allein das Cover hat mein Herz höher schlagen lassen, denn ich habe mich sofort in den abgebildeten Welpen verliebt.
Das Buch ist sehr dünn und für 14,95 € nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber für einen Kinobesuch mit Popcorn und Getränk zahlt man das ja auch.
Am besten liest man dieses Buch so wie ich an einem verschneiten Sonntag, denn immer wenn ich aus dem Fenster in den Schnee geguckt habe, konnte ich genau fühlen, wie kalt es dem kleine Grauen sein musste.
Ich habe gebangt um den kleinen Hund, der eigentlich nur durch etwas Glück nicht gleich erfroren und verhungert ist. Und der ganz alleine lernen muss wie man im Wald überleben kann.
Es ist ein Buch das zum Glück nicht zu einem kitschigen Märchen al la „ ich will zu meiner Mama“ wird , sondern wirklich ganz nah dran ist am besten Freund des Menschen.
Die Autorin erzählt ganz sanft, von der Natur, von dem Willen zu leben und von einem Hund, der nicht so richtig weiß wo er hingehört, der aber trotzdem weiterleben will.
Der kleine Graue wird von der Autorin beschrieben als das was er ist, ein Hund, der in erster Linie seine Urinstinkte befriedigen will und muss damit er nicht stirbt. Der aber auch weiß, dass er alleine ist.
Das Buch ist wirklich schön geschrieben, die Autorin schreibt liebevoll vom Wechsel der Jahreszeiten, von den Tieren und den Bedürfnissen die uns alle leiten.

Fazit:
Ein feines kleines Buch mit einem wunderschönen Cover zum nachdenken, über das Leben, die Natur und die Freundschaft zwischen Mensch und Hund, das leider viel zu schnell gelesen ist.

– „Sehr gut“ …überragend, hat mir wahnsinnig gut gefallen

Rezension: Die Tribute von Panem (Tödliche Spiele) 1

Januar 2010
Die Tribute von Panem (Tödliche Spiele) 1

Suzanne Collins
414 Seiten
gebundene Ausgabe erschienen im Oetinger Verlag 2009

Story:
Nordamerika in der Zukunft. Die Menschen leben in Distrikten die vom Staat unterdrückt und gesteuert werden. Die sechzehnjährige Katniss ist nach dem Tod ihres Vaters, das Oberhaupt der Familie und geht jagen damit ihre Mutter und ihre kleine Schwester nicht verhungern.
Als bei den alljährlich stattfindenden "Hungerspielen" Katniss Name gezogen wird, muss sie nur noch um ihr eigenes Leben kämpfen. Denn es kann nur einer der Kandidaten gewinnen, nämlich der der am Ende noch lebt und das ganze passiert während das ganze Land live vor dem Fernseher dabei zuschaut.
Jeder gegen Jeden und das bedeutet auch Katniss gegen Peeta gerade der Junge, der Katniss einmal das Leben gerettet hat.

Eigene Meinung:
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Es ist grausam mit zu erleben, wie Katniss von ihrer Familie getrennt wird um in einer Arena gegen 24 junge Menschen zu kämpfen und die Gewissheit zu haben, dass auch sie töten muss, wenn sie gewinnen will, wenn sie wieder nach Hause kommen will.
Ich habe mich oft gefragt wie ich selbst an Katniss Stelle agieren würde. Was ist ein Mensch bereit zu tun um sein eigenes Leben zu retten. Wie weit würde man selbst gehen. Da das Buch in der Erzählerperspektive von Katniss geschrieben ist, konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen und fühlen was sie fühlt, wie sie leidet und gehungert wie sie am liebsten aufgeben würde, wie sie trauert und wie groß der Hass auf die Spielemacher und das Kapitol ist und wie er immer weiter wächst. Das Buch lässt einen über sein eigenes Leben nachdenken. Ein Leben in dem man alles hat :
Zitat: „Ich frage mich, wie es sich wohl anfühlt in einer Welt zu leben, wo Essen auf Knopfdruck erscheint. Was würde ich in all den Stunden tun, die ich derzeit damit verbringe den Wald auf der Suche nach Nahrung zu durchkämmen…Was tun sie den ganzen Tag,.., abgesehen davon, dass sie ihren Körper dekorieren…“ (S. 76)
Man vergleicht die Hungerspiele mit den heutigen Realityshows. Beim Dschungelcamp oder bei BigBrother müssen sich die Teilnehmer natürlich nicht umbringen, aber auch hier kann nur einer gewinnen und auch hier ist es so, dass die Spielemacher alles dafür tun um es nicht langweilig werden zu lassen. Jeder gegen jeden und wenn es zu harmonisch wird, dann werden halt ein paar Fallen gestellt um das ganze interessanter zu gestalten, um die Sensationsgier des Publikums zu befriedigen.

Ich habe dieses Buch an einem Wochenende verschlungen und war am Sonntag ziemlich enttäuscht, dass der zweite Teil erst im Juni erscheint.

Fazit:
Die Story ist so packend geschrieben, dass ich selbst geweint habe, so sehr habe ich mit Katniss gelitten. Wenn es überhaupt Kritik gibt, dann die, dass man nur erlebt und sieht was Katniss sieht und nicht mitbekommt, was sonst in der Arena passiert, mit welchen Hürden die anderen Teilnehmer zu kämpfen haben, was sie denken oder fühlen.

– „Sehr gut“ …überragend, hat mir wahnsinnig gut gefallen