Posts mit dem Label Mord werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mord werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 3. Dezember 2010

Rezension: Winter in Maine

Winter in Maine
Gerard Donovan
Hörbuch: 5 Stunden 25 Minuten 9 Sekunden




Rezension
Julius Winsome lebt in einer abgeschiedenen Hütte in den Wäldern von Maine. Als eines Abends sein Pittbullterrier Hobbes nicht mehr nach Hause kommt macht Julius sich auf die Suche nach ihm und findet ihn angeschossen und blutend. Hobbes überlebt den Schuss nicht aber eins ist sicher, er wurde nicht zufällig getroffen. Er ist aus nächster Nähe und mit voller Absicht erschossen worden.
Julius beerdigt seinen Freund und man spürt als Leser seine Trauer, seine Einsamkeit und seine Wut auf den Mörder.
In seiner Ratlosigkeit schreibt er ein Plakat: „Hund erschossen. Hinweise an Julius Winsome.“
Als er kurze Zeit später wieder an dem Plakat vorbeigeht ist es beschmiert. Jemand hat geschrieben. „Reg Dich ab ist doch bloß ein Hund“
Man hat als Hörer schon ein ungutes Gefühl und kann sich nur allzu gut vorstellen, wie sich Julius fühlt.
Julius nimmt die Sache selbst in die Hand und erschießt kurzerhand einen Jäger.
Der Autor schafft es, obwohl man weiß, dass das was Julius tut absolut falsch ist,dass man Julius versteht. Julius ist nicht der Bösewicht in dem Buch. Der Böse ist der, der einfach einen Hund erschießt.
Teilweise habe ich gedacht: „OH jetzt dreht er aber wirklich durch“ und dann kann man aber doch wieder so gut verstehen was er macht und warum er es macht.
Man erfährt viel über diesen Einsamen Mann, der von seinem Vater groß gezogen wurde und dessen Mutter bei seiner Geburt gestorben ist. Er denkt viel über seine große Liebe Claire nach und natürlich über Hobbes.
Ich habe lange über Julius nachgedacht und teilweise musste ich das Hörbuch abbrechen, weil ich diese schreckliche Traurigkeit nicht mehr ertragen konnte.

Fazit:
Das Buch ist kein spannender Thriller, bei dem einen das Herz stehen bleibt.
Nein, es bewegt auf eine ganz leise aber umso eindringlichere Art.
Absolut Klasse. Unbedingt Lesen, bzw. Hören.

– „Sehr gut“ …es gibt nichts mehr zu verbessern. Perfekt.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Rezension: Glennkill. Ein Schafkrimi

Glennkill. Ein Schafskrimi
Leonie Swann
Hörbuch: 6 Stunden 3 Minuten 11 Sekunden

Rezension:
Gelesen wird das Buch von Andrea Sawatzki. Die Stimme klingt sehr weich, aber irgendwie auch einschläfernd.
Nach den ersten Sätzen wollte ich das Buch schon abbrechen, weil mich die blöden Namen so gestört haben. Moppel the Whale (toll ein dickes Schaf), Miss Mapel (ach ja klar in einem Krimi, darf die nicht fehlen), Cloud (aha wg. Wolkenschaf). Der Metzger heißt Ham (Schinken, wirklich nicht originell).
Zur Story: Der Schäfer George Glenn wird auf seiner Weide tot aufgefunden. Er wurde mit einem Spaten durchbohrt und keiner weiß wer so etwas getan haben könnte. Georges Schafherde nimmt sich selbst dem Fall an und entdeckt ein paar seltsame Dinge in der kleinen Dorfgemeinschaft.
Was hat der Pfarrer mit Georges Tod zu tun? Oder war das was George und Hem über die Dorfgemeinschaft wussten im Ende tödlich für ihn?
Ich fand, dass nicht wirklich Spannung aufkam und nur weil ich Bücher und auch Hörbücher nicht abbrechen kann habe ich mich immer wieder gezwungen weiter zu hören.
Man kann seine Zeit auch anders verschwenden, ich weiß.
Leider kann ich dem Hörbuch nicht viel Positives abgewinnen außer vielleicht, dass mich das Ende dann doch noch überrascht hat.

Fazit:
Nett gemeint, aber so gar nicht Meins.

– „Mangelhaft“... Schlecht. Das war kein Hörvergnügen.

Montag, 8. November 2010

Rezension: Die Chemie des Todes

Die Chemie des Todes
Simon Beckett
429 Seiten
Taschenbuch Rowohlt Verlag 2006

Meine Meinung:
Die Chemie des Todes ist aus der Sicht des berühmten Rechtsmediziners David Hunter geschrieben, der nach dem Tod seiner Frau und seines Kindes ins abgelegene Devonshire zurückzieht um als einfacher Landarzt zu arbeiten.
Das klappt auch ganz gut, bis die Polizei in Devonshire eine total verstümmelte Frauenleiche findet.
Die Provinzpolizisten sind überfordert und bitten David um Unterstützung bei den Ermittlungen. David untersucht die Leiche, wobei der Leser nicht davon verschont bleibt den Verwesungprozess und die einzelnen Stationen zu begleiten, die ein Toter Körper so „durchlebt“.
Das alles ist absolut nüchtern geschrieben und obwohl es auf der einen Seite ziemlich ekelhaft klingt, ist es ziemlich interessant. Dank der guten Recherche von Simon Beckett die auf Fakten basiert.

David bekommt allerdings schnell zu spüren, wie anders es auf dem Land ist als in der Stadt. Denn er wird schnell selbst zur Zielscheibe der Dorfbevölkerung. Der Fremde, der ständig von der Polizei Besuch bekommt… Da muss etwas faul sein.

Nach dem ersten Mord kommt es zu einem weiteren mit ähnlichem Muster und als Davids Freundin Jenny verschwindet bangt er um ihr leben. Er wagt sich tiefer in die Ermittlungen als er eigentlich sollte und gerät dabei selbst in Lebensgefahr.

Die Chemie des Todes ist ein fesselnder Krimi. Man wird als Leser neben dem was David erlebt auch immer wieder mit der Sicht der Opfer konfrontiert und befindet sich direkt in den Fängen des Mörders. Man kann fühlen, welche Angst die Opfer haben und wie Auswegslos die Situation erscheint.
Immer wieder glaubt man zu wissen wer der Täter ist, aber für mich war das Ende und der wahre Täter dann doch ziemlich überraschend.

Fazit:
Ein richtig guter Krimi. Gänsehautfeeling, Ekelfaktor und Einblicke in die Forensik kommen nicht zu kurz.


– „Sehr gut“ …es gibt nichts mehr zu verbessern. Perfekt.

Mittwoch, 3. November 2010

Rezension: Tannöd

Januar 2010
Tannöd

von Andrea Maria Schenkel
125 Seiten
Taschenbuch erschienen im btb Verlag

Story:
In der bayrischen Einöde wird in einer Nacht eine ganze Familie mit einer Spitzhacke ermordet. Das Dorf ist geschockt, obwohl die Danners eigentlich niemand mochte.
Seltsame Eigenbrödler werden sie genannt und von dem Mörder fehlt jede Spur.

Meine Meinung:
Als das Buch mit dem deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde, gab es einen regelrechten Hype um den Roman.
Als ich im Internet nach Rezensionen zu Tannöd gesucht habe, war ich ziemlich enttäuscht, da viele das Buch als langweilig und absolut nicht spannend bewertet haben. An einem Sonntag Nachmittag habe ich mich dann doch an das Buch herangetraut und es nicht bereut.
Geschrieben ist das Buch teilweise als Interview und teilweise aus Sicht der Personen die sich am Tatort befanden, es wird also auch erzählt was die ermordeten Personen an dem Mordabend gemacht und gesehen haben. Man wird immer wieder mit dem Mörder konfrontiert, der seine Spuren am Tatort verwischt.
In den Interviews stößt man immer wieder auf neue Hinweise zum Mord und erfährt immer mehr über die im ganzen Dorf unbeliebte Familie Danner.
Man denkt sich bei jeder Person die Interviewt wird, ob man es jetzt vielleicht mit dem Mörder zu tun hat und welche Motive die Person haben könnte.

Fazit:
Auch wenn das Ende nicht sehr überraschend war, weil man den Mörder schon früh in Betracht ziehen kann, so fand ich das Buch doch auf Grund der genialen Schreibweise und der auf einander aufbauenden Interviews, ziemlich gut.
– „Gut“…hat mir sehr gefallen